Projekt:Sanierung Natur- und Vogellehrpfad

Aus Osterbrücken
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Infotafel entwurf20171119.png
Jahrelang erfreuten sich viele Einheimische aus Osterbrücken aber auch zahlreiche Kindergarten- und Schulklassen und sonstige Besucher während ihrer Wanderung rund um den Natur- und Vogellehrpfad in Osterbrücken. Leider befindet sich der Vogellehrpfad Osterbrücken Heute in einem desolaten Zustand. Der bereits in den 1970er-Jahren entstandene Natur- und Vogellehrpfad in St. Wendel- Osterbrücken galt mit Unterbrechungen bis Ende der 1990er jahrelang als sehr beliebtes Ausflugsziel für Schulklassen, Kindergärten und Wandergruppen. Leider ist der überwiegende Teil des Lehrpfades inzwischen so sehr marode und baufällig geworden, so dass nur eine grundlegende Restaurierung dieses beliebten Rundweges eine Reaktivierung ermöglicht und dadurch den Erhalt dieses seinerzeit einzigartigen Lehrpfades im Südwesten Deutschlands sicherstellt.

Aufgrund zahlreicher Nachfragen aus der Bevölkerung hat sich der Ortsrat Osterbrücken bereits am 17.09.2015 in seiner 10. Sitzung einstimmig für die grundlegende Restaurierung und Reaktivierung des Natur- und Vogellehrpfades ausgesprochen. In regelmäßigen Besprechungen wurden in den letzten Monaten zahlreiche Ideen und Vorschläge aus der Bevölkerung gesammelt.

Mit der Restaurierung und der Reaktivierung des interaktiven und innovativen Natur- und Vogellehrwanderpfades soll auch das bereits bestehende touristische Angebot der Kreisstadt St. Wendel in der Region weiter ergänzt werden. Es werden weiterhin Freiwillige für das Projekt gesucht. Bitte unter info@osterbruecken.de oder beim Ortsvorsteher Thomas Krampe melden.

Das Konzept

Es existieren 42 Bildplatten. Die Maße einer Bildplatte (nur die Tafel ohne Metallrahmen) betragen 22,4 x 31,2 cm (HxB). Die Materialstärke beträgt 4mm. Jede Bildplatte wird von einem Doppelrahmen aus Metall gefasst. (Siehe Skizze)

Es kommen zwei Trägerkonstruktionen zum Einsatz.

Die Trägerkonstruktion 1 basiert auf Standard-Alu-Traversen der Marke GlobalTruss [[1]] als F33 (Dreipunkt) oder wie hier skizziert F32 (Zweipunkt) und ist somit kostengünstig durchführbar. Zudem wird die Trägerkonstruktion schalenförmig überdacht, um die Bildtafeln zu schützen. Der Trichter wirkt desweiteren schallverstärkend für die Klangbox.

Die Trägerkonstruktion 2 ist den ursprünglichen Holzkonstruktionen nachempfunden, wird jedoch aus rostendem Stahl gefertigt. Die Projektgruppe hat sich gegen eine ursprünglich geplante Lackierung entschieden, da sich rostender Stahl mit natürlicher Patina harmonischer in die Umgebung integrieren lässt. (Bei lackierten Elementen würden sich im Laufe der Zeit Lacksplitter lösen, die dann in die Umwelt gelangen würden. Bei den hier anfallenden Rostpartikeln ist dies problemlos).

Die bestehenden Bildtafeln werden gereinigt, in Stahlrahmen gefasst und an der jeweiligen Trägerkonstruktion vernietet. Das Gesamtsystem ist modular konzipiert. Um den Fremdkörper "Metall" im Wald harmonisch zu integrieren - hier insbesondere der (materialbedingt nicht rostenden F33 Alu-Traversen) - ist der Bewuchs mit Efeu oder anderen schnell wachsenden Rankpflanzen wie Clematis ([[2]]), oder Passionsblumen angedacht.

Die Klangboxen werden nicht an allen Stationen angebracht. Hierfür existieren zwei Varianten - als Klangbox und als Klangstab. Beide spielen auf Knopfdruck die gewünschte Vogelstimme, sowie Informationen, solange der Knopf gedrückt gehalten wird. Dies hat u.a. didaktische Gründe: So kann die Vogelstimme einzeln gespielt werden, indem der Knopf rechtzeitig losgelassen wird. Interessierte haben dann die Möglichkeit, die Stimme der passenden Tafel nach Gehör selbst zuzuweisen. Wird der Knopf hingegen länger gedrückt gehalten, werden im Anschluss an die Vogelstimme automatisch der Vogelname und die Informationen der Tafel vorgelesen.

Update: Beschleunigung der Rostbildung durch Einreiben mit Salzwasser/Essigmischung, um möglichst gleichmäßige Durchrostung der Oberfläche zu ermöglichen.


Trägerkonstruktion 1

Dreipunkt Alu- Traversen (Säulen) mit "Pilz"- Abdeckung und Bildplatten ohne Haube

Traversen rendering test.jpg

Traverse02 150 20161029 16col.png Traverse02 150 20161029 16col.png Pilz klangsaeule.png

Bildplatte 1.jpg

Trägerkonstruktion 2

Nachbauten und Bildplatten mit Hauben aus rostendem Stahl

(Slider bewegen für Vorher/Nachher Vergleich. https://osterbruecken.de/vlp/nachbauten/ )

(Simulation des Rostverlaufs https://osterbruecken.de/vlp/nachbauten/animation.webm )

Nachbau mit Hauben.jpgBild Haube1.jpg

Geplante Stationen

VLP20170720 skizze2.png
(1) Geplanter Start- und Rastplatz gegenüber Friedhof Osterbrücken

Aktuell sind inkl. Start- und Rastplatz, Infotafeln und den eigentlichen 10 Tier- und Vogel- Infopoints insgesamt 15 Stationen vorgesehen. Hierzu sollen jeweils 5 Nachbauten aus Stahl sowie 5 Drei- Punkt Traversen als Trägerkonstruktionen für die Bildtafeln eingebaut werden.

  • Station 1: Start- und Rastplatz mit Sitzgelegenheit und Infotafel am Parkplatz vorm Friedhof Osterbrücken
  • Station 2: Nachbau (groß) mit Klang- Box (1) / Ecke Martinshof/ kleine Schutzhütte mit 4 Bild- Tafeln mit Haube: Amsel, Singdrossel, Grünfink, Star
  • Station 3: 3 Punkt-Säule mit Abdeckungshaube neben der Aussichtskanzel mit 4 Bild- Tafeln ohne Haube: Raubwürger, Buchfink, Gimpel, Kuckuck
  • Station 4: Aussichtskanzel mit Infotafel
  • Station 5: Nachbau (groß) mit Klang- Box (2) / am ehem. Rastplatz mit 4 Bild- Tafeln mit Haube: Buntspecht, Grünspecht, Grauspecht, Schwarzspecht
  • Station 6: Infotafel (vor Abbiegung zum Wald- Pfad)
  • Station 7: Infotafel und Reisig- Haufen (Ecke/ Wald- Pfad)
  • Station 8: 3 Punkt-Säule mit Abdeckungshaube/ Anfang Wald- Pfad mit 4 Bild- Tafeln ohne Haube: Iltis, Dachs, Steinmarder, Fuchs
  • Station 9: Nachbau (groß) Anfang Wald-Pfad mit 4 Bild- Tafeln mit Haube: Reh, Wildschwein, Wildkaninchen, Rothirsch
  • Station 10: Nachbau (klein) Waldweg/ Mitte Ott- Weiher mit 3 Bild- Tafeln mit Haube: Sperber, Habicht, Kornweihe
  • Station 11: 3 Punkt-Säule mit Abdeckungshaube und Klangbox (3) neben Nischen- Mauer mit 4 Bild- Tafeln ohne Haube: (Höhlen- und Nischenbrüter) Rotkehlchen, Blaumeise, Kohlmeise, Gebirgsstelze
  • Station 12: Infotafel an Böschung
  • Station 13: 3 Punkt-Säule mit Abdeckungshaube und Klangbox (4)/ Feldweg/ Klee- Weiher/ Weihermitte mit 4 Bild- Tafeln ohne Haube: Wespenbussard, Mäusebussard, Rotmilan, Schwarzmilan
  • Station 14: Nachbau (groß) mit Klangbox (5) / Ecke Klee- Weiher/ Oberer Emmerich mit 4 Bild- Tafeln mit Haube: Stockente, Graureiher, Bachstelze, Wasseramsel
  • Station 15: 3 Punkt-Säule mit Abdeckungshaube / Einfahrt Anwesen Klee mit 4 Bild- Tafeln ohne Haube: Teichhuhn, Wachtel, Rebhuhn, Haselhuhn

Öffentliches Projekttagebuch / Informationen / Aktionstage



17.09.2015: Einstimmige Beschlussfassung des Ortsrates über die Sanierung und Reaktivierung des Natur- und Vogellehrpfades und über die Fördermittelbeantragung beim Saarländischen Umweltministerium

31.08.2016: Besuch des Saarländischen Umweltministers Reinhold Jost in Osterbrücken, Vorstellung des Projektes "Innovativer Natur- und Vogellehrpfad Osterbrücken"

17.11.2016: Beantragung von Fördermitteln beim Saarländischen Umweltministerium

22.01.2017: Vorstellung des Vorhabens im Rahmen des Osterbrücker Neujahrsempfanges

17.02.2017: Überreichung des Förderbescheides zur Sanierung und Reaktivierung des Natur- und Vogellehrpfades durch Roland Krämer, Staatssekretär des Saarländischen Umweltministeriums

02.03.2017: Verein Dorfgemeinschaft Osterbrücken e.V. Gründung einer Projektgruppe zur Sanierung und Reaktivierung des Natur- und Vogellehrpfades

22.04.2017: Begehung und Planung der Standorte und Stationen

08.05.2017: Materialbestellungen, Abrechnungen (08.05- 21.10.2017)

13.05.2017: Begehung und Planung der Standorte und Stationen

21.05.2017: Projektgruppenbesprechung im Schulungsraum des Martinshofes; Bei der anschließenden gemeinsamen Begehung des Vogellehrpfads wurde ersichtlich, dass es sinnvoller ist, eine Station analog zum Verlauf der einzelnen Stationen auf der gegenüberliegenden Wegseite zu positionieren. Dies wurde inwischen im aktuellen Verlaufsplan berücksichtigt. Desweiteren wurde beschlossen, dass die Nachbauten nicht lackiert werden, sondern "rostend" realisiert werden, da sich dies besser in die Natur einfügt. Dadurch ergibt sich nun ein finanzieller Vorteil, so dass nun insgesamt 5 Stationen als Nachbauten und 5 Stationen als als Klangsäulen realisiert werden können

15.06.2017 Arbeitseinsatz in der Brohmbach am ehem. Rastplatz (Rückbauarbeiten der Sitzgelegenheiten und Beschilderungen)

25.06.2017: Projektgruppenbesprechung im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr mit anschließender Begehung der einzelnen Stationen. Es wurde eine günstige Möglichkeit gefunden, die Säule zu überdachen und somit neben verbesseren Audio-Eigenschaften (Schalltrichter nach unten zum Zuhörer) auch ein Witterungschutz für die Bildtafeln zu gewährleisten. Für die Klangboxen gibt es nun zudem eine neue Version 3.0 (Siehe Ende der Seite), die bzgl. Kostenaufwand und auch technischem Aufwand überarbeitet wurde. Desweiteren ist mit Version 4.0 ein Klangstab konzipiert, der noch ökonomischer in Bezug auf Konstruktion, Montage, Wartungsarbeiten, Vandalismus und Wetterschutz ist

29.06.2017 Weiterer Arbeitseinsatz im Bereich des Oberen Emmerich/ Klees Weiher (Mäh- und Rückschnittarbeiten)

01.07.2017: Montage einer Traverse

22.07.2017: Begehung und Planung der Stationen und Motive

24.07.2017: Demontage der vorh. Bild- Platten

25.07.2017: Demontage der vorh. Bild- Platten

26.07.2017: Demontage von maroden Gestellen/ Abtransport

27.07.2017: Gründliche Reinigung der vorhandenen Bildtafelen

29.07.2017: Vorbereitung von Stationen/ Demontage weiterer maroder Gestelle/ Abtransport

04.08.2017: Vorbereitung der Stationen

05.08.2017: Materialaufbereitung für die Traversenabdeckungen

07.08.2017: Schweißerarbeiten

26.08.2017: Schaffung von Erdlöchern/ Einbau Gestell

08.09.2017: Schaffung von Erdlöchern/ Einbau Gestell

09.09.2017: Schaffung von Erdlöchern/ Einbau Gestell

23.09.2017: Schaffung von Erdlöchern/ Einbau Gestelle

30.09.2017: Vorbohrungen an den Gestellen und Traversen

02.10.2017: Vorbohrungen an den Gestellen und Traversen

04.10.2017: Einrahmen der gereinigten Bildtafeln

05.10.2017: Schaffung von Erdlöchern/ Einbau von Traversen

06.10.2017: Schaffung von Erdlöchern/ Einbau von Traversen

07.10.2017: Planung und Durchführung von Infoveranstaltungen

09.10.2017: Montage von Traversenabdeckungen

10.10.2017: Planung und Durchführung von Infoveranstaltungen

12.10.2017: Montage von Traversenabdeckungen

14.10.2017: Montage von Traversenabdeckungen/ Einrahmen der gereinigten Bildtafeln

21.10.2017: Einrahmen der gereinigten Bildtafeln




Impressionen Säulen, Nachbauten, Metallplatten

Status der Bildplatten sowie der Trägerkonstruktionen

  • 17.05.2017: Plan- Skizzen der geplanten Nachbauten liegen vor
  • 18.07.2017: Trägerkonstruktionen aus Stahl als Nachbau stehen bereit
  • 25.07.2017: alle 42 Vogel- und Tier- Bildplatten wurden inzwischen gründlich gereinigt,

auch die Bildträgerplatten (mit und ohne Haube sind inzwischen eingetroffen, so dass in Kürze mit dem Einbau der Bilder begonnen werden kann

  • 06.08.2017: Es wurde mit Teilausbau der Klangboxen begonnen, sowie erste Schritte für die Konstruktion der Version 4 als Klangstab unternommen.
  • 19.08.2017: Neben 10 Modulen für die Klangboxen sind separate 15 von 20 Klangmodulen in C-Zellen-Form für die Klangstäbe fertiggestellt. Es folgt noch die Montage der Federkontakte, Bohren und Abdichtung des Stabes, Aufgießen der Platine mit Dichtmasse, sowie Wetterschutz-Lackierung der Platinen. Die äußeren Alurohre (als Witterungsschutz und Hülle für die Klangstäbe) befinden sich derzeit in der Bearbeitung im Metallbau. Bilder folgen.
  • 05.09.2017: 20 Klangmodule in C-Zellen-Form sind fertiggestellt. 6 Klangmodule in Kastenform. Die Audioaufnahmen "Sprecher aller Tafeln" werden begonnen, sodass die Klangmodule vergossen werden können.
  • 14.10 2017: Witterungstests der Klangstäbe.
  • 21.10 2017: Detail-Modifikation Klangstäbe Version 4 Batteriekontakt (Zusätzliches Feder-Element in Verschluss), Beginn der Arbeiten an der Infotafel für den Startplatz. Entwurf in Bild und Text. Beschreibung der einzelnen Station in Reimen. Konstruktion Inlay für Klangboxen, Verkleben von Lautsprecher und Platine.
  • 11.11.2017: Detail-Modifikation Klangstäbe Version 4 Witterungsschutz, sowie Konstruktionsveränderung Dichtung Edelstahltaster im Detail.
  • 18.11.2017: Bohrung Klangöffnung Klangboxen, Entgraten. Ausstanzen, Verkleben Gitternetz für Bohrungen, Bohrung für Verschraubungen. Montage Inlay. Weitere Arbeiten an Infotafel in Text und Bild.
  • 19.11.2017: Montage 2 Klangboxen vollständig ausgebaut, Version 3 an Station 15 zwecks Witterungstest. Noch ohne externes Bedienpanel. Vorbereitung Verkabelung zum Bedienfeld und Steckermontage (Verlöten, Abdichten, Zugentlastung, Knickschutz)
   Tafel          gereinigt	   montiert
--------------------------------------------
01 Amsel             ok		ok
02 Bachstelze        ok		ok
03 Blaumeise         ok		ok
04 Buchfink          ok		ok
05 Buntspecht        ok		ok
06 Dachs             ok		ok
07 Fuchs             ok		ok
08 Gebirgsstelze     ok		ok
09 Gimpel            ok		ok
10 Graureiher        ok		ok
11 Grauspecht        ok		ok
12 Grünfink          ok		ok
13 Grünspecht        ok		ok
14 Habicht           ok		ok
15 Haselhuhn         ok		ok
16 Iltis             ok		ok
17 Kohlmeise         ok		ok
18 Kornweihe         ok		ok
19 Kuckuck           ok		ok
20 Mäusebussard      ok		ok
21 Raubwürger        ok		ok
22 Rebhuhn           ok		ok
23 Reh               ok		ok
24 Rothirsch         ok		ok
25 Rotkehlchen       ok		ok
26 Rotmilan          ok		ok
27 Schwarzmilan      ok		ok
28 Schwarzspecht     ok		ok
29 Singdrossel       ok		ok
30 Sperber           ok		ok
31 Star              ok		ok
32 Steinmarder       ok		ok
33 Stockente         ok		ok
34 Teichhuhn         ok		ok
35 Wachtel           ok		ok
36 Wasseramsel       ok		ok
37 Wespenbussard     ok		ok
38 Wildkaninchen     ok		ok
39 Wildschwein       ok		ok
40 ?                 --		--
41 ?                 --		--
42 ?                 --		--

Status der Klangstäbe und Klangboxen

Wir haben 27 Audioaufnahmen. Uns stehen 20 Klangstäbe und 6 Klangboxen zur Verfügung. Details: Siehe Projekt Klangboxen

Tafeltexte

Amsel

Turdus merula
Lebensraum: Wälder aller Art, Parks und Gärten
Nahrung: Insekten, Spinnen, Würmer, Schnecken, Beeren und Fallobst
Brutverhalten: Freibrüter - Nest in Büschen, auf Bäumen und häufig an Gebäuden
Jahresvorkommen: Teilzieher

Bachstelze

Motacilla alba
Lebensraum: Offene Gelände aller Art, Siedlungen und Gehöfte
Nahrung: Insekten, Spinnen und Flohkrebse
Brutverhalten: Nischenbrüter - an Gebäuden, in Holzstapeln, Reisighaufen und unter Brücken
Jahresvorkommen: Teilzieher

Blaumeise

Parus caeruleus
Lebensraum: Mischwälder, Parks, Gärten und Obstbaumwiesen
Nahrung: Insekten, Sämereien und Beeren
Brutverhalten: Höhlenbrüter - Baumhöhlen und Nistkästen
Jahresvorkommen: Jahresvogel

Buchfink

Fringilla coelebs
Lebensraum: Wälder aller Art, Parks, Ortschaften, Felder und Obstbaumwiesen
Nahrung: Sämereien, Beeren, Insekten und Spinnen
Brutverhalten: Freibrüter - Nest halbkugelig in Bäumen oder Sträuchern
Jahresvorkommen: Teilzieher

Buntspecht

Dentrocopos major
Lebensraum: Wälder und offene Landschaft mit Bäumen
Nahrung: Insekten, Spinnen, Früchte, Nüsse und Sämereien
Brutverhalten: Höhlenbrüter - selbstgezimmerte Baumhöhle
Jahresvorkommen: Jahresvogel

Dachs

Meles meles
Lebensraum: Laubwälder, Busch und Parklandschaften
Nahrung: Verzehrt alles von Insekten bis zu kleinen Wirbeltieren und Waldfrüchten
Lebensweise: Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Gräbt selbst Erbaue oder bezieht Fuchsbaue.

Fuchs

Vulpes vulpes
Lebensraum: Wälder, kleine Baumbestände, Parkanlagen, Schutt- und Trümmerhalden der Städte
Nahrung: Wühlmäuse und andere kleine Säugetiere, Insekten, Schnecken, Vögel, Beeren und Früchte
Lebensweise: Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Gräbt selbst Erdbaue oder bezieht Dachsbaue.

Gebirgsstelze

Motacilla cinerea
Lebensraum: An Bächen und Flüssen
Nahrung: Insekten und Spinnen
Brutverhalten: Nischenbrüter - Nest an Gebäuden, in Felsen, unter Brücken und in freigespülten Wurzelstöcken
Jahresvorkommen: Teilzieher

Gimpel

Pyrrhula pyrrhula
Lebensraum: Nadel-, Mischwälder, Parks und Gärten
Nahrung: Sämereien, Insekten und Spinnen
Brutverhalten: Freibrüter - Nest in geringer Höhe in Bäumen und Büschen
Jahresvorkommen: Jahresvogel

Graureiher

Ardea cinerea
Lebensraum: In der Nähe von Gewässern, Feuchtgebieten, Flüssen und Sümpfen
Nahrung: Fische, Kleinsäuger, Eidechsen, Schlangen , Frösche und Insekten
Brutverhalten: Freibrüter - Horst aus Zweigen auf Bäumen
Jahresvorkommen: Teilzieher
Anmerkung: Seit 1986 wieder Brutvogel im Saarland

Grauspecht

Picus canus
Lebensraum: Lichte Waldungen, feuchte Auenwälder und Obstbaumwiesen
Nahrung: Insekten und Früchte
Brutverhalten: Höhlenbrüter - selbstgezimmerte Baumhöhle
Jahresvorkommen: Jahresvogel
Anmerkung: Bestand im Ostertal seit 1990 drastisch zurückgegangen
Gefährdet

Grünfink

Carduelis chloris
Lebensraum: Parks, lichte Waldstellen und Ortschaften
Nahrung: Sämereien und Insekten
Brutverhalten: Freibrüter - Nest in dichten Hecken oder niederen Bäumen
Jahresvorkommen: Teilzieher

Grünspecht

Picus viridis
Lebensraum: Parks, Obstbaumwiesen und lichte Wälder
Nahrung: Insekten, Spinnen und besonders Ameisen
Brutverhalten: Höhlenbrüter - selbstgezimmerte Baumhöhle
Jahresvorkommen: Jahresvogel

Habicht

Accipiter gentilis
Lebensraum: Abwechslungsreiche Wald- Feldlandschaft
Nahrung: Kleinsäuger (bis Feldhase), Vögel (bis Krähe)
Brutverhalten: Freibrüter - Reisighorst in Nadel- und Mischwäldern in 10 bis 20 Metern Höhe. Horstrand mit grünen Nadelzweigen ausgelegt.
Jahresvorkommen: Jahresvogel

Haselhuhn

Tetrastes bonasia
Lebensraum: Laun- und Mischwälder mit dichtem Unterholz
Nahrung: Knospen, Blätter, Sämereien, Beeren und Insekten
Brutverhalten: Bodenbrüter/ Nest gut getarnt unter Gebüschen oder im niedrigen Bewuchs
Jahresvorkommen: Jahresvogel
Im Saarland vom Aussterben bedroht

Iltis

Mustela putorius
Lebensraum: Feldgehölze, berwachsene Bach- und Flußufer, Scheunen und Gebäude
Nahrung: Kleine Säugetiere, Amphibien, Regenwürmer, Insekten und auch Fische
Lebensweise: Dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber in selbst gegrabenen Bauen, aber auch in Dachs-, Fuchs- und Kaninchenbauen.

Kohlmeise

Parus major
Lebensraum: Mischwälder, Parks, Gärten und Obstbaumwiesen
Nahrung: Insekten, Spinnen, Würmer, Schnecken, Sämereien und Beeren
Brutverhalten: Höhlenbrüter - Baumhöhlen und Nistkästen
Jahresvorkommen: Jahresvogel

Kornweihe

Circus cyaneus
Lebensraum: Offenes Gelände, Moore, Küsten und Heiden.
Nahrung: Kleinsäuger, Vögel, Frösche und Eidechsen.
Brutverhalten: Bodenbrüter - Reisighorst im Schutz von Buschen oder hohem Gras
Jahresvorkommen: Teilzieher
Anmerkung: Brütet nur sporadisch im Saarland

Kuckuck

Cuculus canorus
Lebensraum: Wälder und Lebensräume seiner Wirtsvögel
Nahrung: Insekten, Würmer und Raupen
Brutverhalten: Kein eigenes Nest. Die Eier werden einzeln in die Nester von Kleinvögeln gelegt.
Jahresvorkommen: Sommervogel (April bis September)
Anmerkung: Landesweit erhebliche Abnahme
Gefährdet

Mäusebussard=

Buteo buteo
Lebensraum: Offene Landschaften mit Wäldern, Berghänge
Nahrung: Kleinsäuger, Kriechtiere, Lurche, Vögel, Würmer und Aas
Brutverhalten: Freibrüter/Reisighorst auf Bäumen in einer Höhe von ca. 10 bis 25 Metern.
Jahresvorkommen: Teilzieher

Raubwürger

Lanius excubitor
Lebensraum: Feldgehölze, Aleen, Heide, Waldlichtungen und Obstbaumwiesen
Nahrung: Insekten, Kleinsäuger und Singvägel (in strengen Wintern)
Brutverhalten: Freibrüter - Nest, meist hoch auf Bäumen
Jahresvorkommen: Jahresvogel
Anmerkung: Spiest und klemmt Beutetiere fest

Rebuhn

Perdix Perdix
Lebensraum: Wiesen und Felder
Nahrung: Insekten, Spinnen, Schnecken, Würmer, Sämereien und Pflanzen
Brutverhalten: Bodenbrüter - Mulde in dichtem Bewuchs
Jahresvorkommen: Jahresvogel
Anmerkung: Starke Bestandsabnahme durch Lebensraumveränderung
Stark gefährdet

Reh

Capreolus capreolus
Lebensraum: Wälder mit Unterholz, kleine Waldbestände in Feldern, Wiesen mit Buschwerk.
Nahrung: Blätter und Triebe von Laubbäumen und Beerensträuchern, Getreide, Gras, Obst und Feldfrüchte
Lebensweise: Überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv 

Rothirsch

Cervus elaphus
Lebensraum: Waldreiche Mittel- und Hochgebirge
Nahrung: Gräser, Kräuter, Blätter, Triebe, Knospen, Nadeln und Rinde von Bäumen und Sträuchern, Rüben, kartoffeln, Wintersaat
Lebensweise: Überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv

Rotkehlchen

Erithacus rubecula
Lebensraum: Unterholzreiche Wälder, Parks, Gärten und Friedhöfe
Nahrung: Insekten, Beeren und Sämereien
Brutverhalten: Nischenbrüter - Nest in Baumlöchern, Böschungen und niedrigem Gestrüpp
Jahresvorkommen: Teilzieher

Rotmilan

Milvus milvus
Lebensraum: Feld- Waldlandschaft
Nahrung: Kleinsäuger, Jungvögel, Aas und Abfälle
Brutverhalten: Freibrüter - großer Reisighorst auf Laubbäumen, mit Lumpen und Papier ausgepolstert
Jahresvorkommen: Teilzieher
Anmerkung: Landesweit 40-60 Brutpaare, im Ostertal Brutvogel

Schwarzmilan

Milvus migrans
Lebensraum: Aufgelockerte Feld-, Waldlandschaft
Nahrung: Kleinsäuger, Abfälle, Aas, kranke oder tote Fische
Brutverhalten: Freibrüter - bevorzugt Bäume am Wasser, stockt auch andere Greifvogelnester auf
Jahresvorkommen: Sommervogel (März bis Ende September)

Schwarzspecht

Dryocopus martius
Lebensraum: Vorwiegend ausgedehnte Wälder mit altem Baumbestand
Nahrung: Insekten, Beeren, Sämereien
Brutverhalten: Höhlenbrüter/selbstgezimmerte Höhle mit ovalem Einflugloch
Jahresvorkommen: Jahresvogel

Singdrossel

Turdus philomelos
Lebensraum: Laub-, Nadelwälder und Parks mit dichtem Unterwuchs
Nahrung: Würmer, Schnecken, Insekten und Beeren
Brutverhalten: Freibrüter/Nest im Gebüsch oder in Bodennähe, innen mit Holzmulm ausgekleidet
Jahresvorkommen: Teilzieher

Sperber

Accipiter nisus
Lebensraum: Abwechslungsreiche Landschaften mit Gehölzen und Wald, sowie in Parks und Ortschaften.
Nahrung: Hauptsächlich Vögel bis Taubengröße.
Brutverhalten: Freibrüter - Reisighost eng am Stamm auf Nadel- und Laubbäumen in 7 bis 20 Meter Höhe.
Jahresvorkommen: Teilzieher

Star

Sturnus vulgaris
Lebensraum: Gärten, Siedlungen, lichte Wälder und Obstbaumwiesen
Nahrung: Insekten, Spinnen, Schnecken, Würmer, Beeren und Früchte
Brutverhalten: Höhlenbrüter - Baumhöhlen, Nistkästen und Gebäude
Jahresvorkommen: Teilzieher
Steinmarder

Martes foina

Lebensraum: Stallungen, Scheunen, Hausböden, Steinbrüche und Holzstöße
Nahrung: Vögel, Geflügel, Kleinsäuger, Aas, Beeren und mit Vorliebe Eier
Lebenweise: Dämmerungs- und nachtaktiv. Hält sich gerne in der Nähe menschlicher Behausungen auf (Dachböden) 

Stockente

Anas platyrhynchos
Lebensraum: Gewässer aller Art
Nahrung: Sämereien, Wasserpflanzen, Gras, Schnecken, Muscheln und Insekten
Brutverhalten: Boden-, Höhlen- und Freibrüter
Jahresvorkommen: Teilzieher

Teichhuhn

Gallinula chloropus
Lebensraum: Alle Gewässer mit genügend Pflanzenwuchs
Nahrung: Insekten, Schnecken, Kaulquappen, Pflanzensprosse, Sämereien, Gras und Abfälle
Brutverhalten: Schwimmnest, aber auch im Gebüsch über Wasser
Jahresvorkommen: Teilzieher

Wachtel

Coturnix coturnix
Lebensraum: Wiesen und Getreidefelder
Nahrung: Sämereien, Schnecken, Insekten und Pflanzenteile
Brutverhalten: Bodenbrüter - Mulde in dichtem Bewuchs
Jahresvorkommen: Sommervogel (April bis November), einziger ziehender Hühnervogel
Anmerkung: Jährlich starke Bestandsschwankungen
Gefährdet

Wasseramsel

Cinclus cinclus
Lebensraum: Rasch fließende klare Bäche, Wasserfälle und Wehre
Nahrung: Insekten am und im Wasser
Brutverhalten: Frei- und Nischenbrüter - Großes Kugelnest aus Moos und Wurzeln
Jahresvorkommen: Jahresvogel

Wespenbussard

Pernis apivorus
Lebensraum: Wälder mit angrenzenden Wiesen
Nahrung: Brut von Wespen und Hummeln, Kriechtiere, Frösche, Würmer und Fallobst
Brutverhalten: Freibrüter/Reisighorst auf Bäumen in einer Höhe von 10 bis 25 Metern
Jahresvorkommen: Sommervogel (Mai bis Oktober)

Wildkaninchen

Oryctolagus cuniculus
Lebensraum: Waldränder, Bäschungen, Kiefernschonungen und Parks
Nahrung: Gräser, Kräuter, junge Saaten, Klee, Lupine, Getreide, Rüben, Raps, Kartoffeln, Knospen, Rinde und junge Triebe
Lebensweise: Überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber hält es sich überwiegend in selbstgebauten Höhlen auf.

Wildschwein

Sus scrofa
Lebensraum: Wälder mit Unterwuchs, Gebüschregionen, bevorzugt Wassernähe
Nahrung: Gras, Wurzeln, Beeren, Pilze, Waldfrüchte, Eicheln, Würmer, Insekten und deren Larven, Getreide. Allesfresser.
Lebensweise: Überwiegend nachtaktiv, tagsüber im Dickicht versteckt.